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Herr Hummel war auf ſeinem Comtoir mit einer Lieferung von Soldatenkäppis beſchäftigt, als ihn ein Klopfen ſtörte und zu ſeiner Verwunderung Fritz Hahn eintrat. Hummel blieb würdig ſitzen, bis der achtungs⸗ volle Gruß des Andern vollzogen war, dann erhob er ſich langſam und begann im Geſchäftston:„Was ſteht zu Ihren Dienſten, Herr Doctor? Wenn Sie einen feinen Filzhut nöthig haben, wie ich annehme, ſo iſt das Ver⸗ kaufslokal eine Treppe tiefer.“
„Ich weiß es,“ verſetzte der Doctor artig.„Ich komme zunächſt Ihnen für das Tuch zu danken, das Ihre Güte mir ausgeſucht und geſtern zum Geſchenk ge⸗ macht hat.“
„Nicht übel,“ ſagte Hummel.„Es iſt der alte Blü⸗ cher darauf gemalt; er iſt ein Stück Landsmann von mir und ich dachte, daß Ihnen das Tuch deswegen an⸗ genehm ſein würde.“
„Ganz recht,“ antwortete Fritz,„ich werde mir es als Andenken ſorgfältig aufheben. Und ich verbinde mit meinem Dank die Bitte, daß Sie dieſe Handſchuhe hier Fräulein Laura überreichen. Wenn geſtern bei der Uebergabe ein Verſehen vorgefallen iſt, wie Sie mir freundlich mittheilen ließen, ſo habe ich daran keine Schuld. Und da dieſe Handſchuhe Ihrem Fräulein Tochter bereits gehören, ſo bin ich natürlich außer Stande dieſelben zu⸗ rückzunehmen.“
„Wieder nicht übel,“ ſagte Hummel,„aber Sie ſind im Irrthum. Die Handſchuhe gehören meiner Tochter


