Teil eines Werkes 
2. Th. (1864)
Entstehung
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„Es iſt wahr,“ verſicherte der Doctor mit überzeugender Aufrichtigkeit,„von dieſen Pelzhandſchuhen weiß ich nichts.“

„Dann ſind wir beide Opfer einer Täuſchung,“ rief Laura beſtürzt.„O, verzeihen Sie mir, vergeſſen Sie, was geſchehen iſt.“ Und den Zuſammenhang ahnend, fuhr ſie fort:„Ich bitte Sie, ſprechen wir nicht mehr davon.— Erlauben Sie mir, daß ich Ihnen das Tuch

abbinde.“ Er hielt ihr die Hand hin, ſie trocknete ihm

die Finger mit ihrem Tuche und ſchlang es haſtig über die Riſſe.„Es iſt zu klein zum Verbande,“ ſagte ſie traurig,„wir müſſen Ihr eigenes darüber legen. Das war ein häßlicher Tag, Herr Doctor, o vergeſſen Sie und ſein Sie mir nicht böſe.“

Böſe war der Doctor keineswegs, und das war auch aus der eifrigen Unterhaltung zu erkennen, in welche beide jetzt verſanken. Denn beiden war das Herz leicht geworden, und ſie waren bemüht einander das gegen⸗ ſeitig zu beweiſen. Und als der Wagen ſie vor ihren Thüren abſetzte, gab es einen herzlichen Nachtgruß.

Am nächſten Morgen trat Herr Hummel in Lauras Geheimzimmer und legte ein blaues Papier auf den Tiſch.„Da iſt geſtern ein Irrthum vorgefallen,“ ſagte er,„hier haſt du, was dir gehört.“ Laura öffnete ſchnell das Papier, ihr geſticktes Tuch lag darin.„Dem Doctor drüben habe ich ſeine Handſchuhe auch zurück⸗ geſchickt, und eine Empfehlung dazu, und ich habe ihm auch ſagen laſſen, es ſei ein Verſehen, und ich, der Vater Hummel, ſendete ihm, was ihm gehörte.“

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