Teil eines Werkes 
2. Th. (1864)
Entstehung
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um den Tiſch geendet hatte, und zu Wirth und Wirthin trat, hörte Laura, wie dieſe ihm für den luſtigen Abend dankten und ſeine frohe Laune rühmten.

So kehrte er zu ſeinem Platz zurück. Und jetzt hatte er ſogar die Unverſchämtheit ſich an Laura zu wen⸗ den. Mit einem Ausdruck, in welchem Laura deutlich den Hohn erkannte, hielt er ihr unterm Tiſch die Hand hin und ſagte:„Machen wir Friede, böſe Frau Gevat⸗ terin; reichen Sie mir Ihre Hand.“ Da empörte ſich Lauras ganzes Herz, ſie rief:„Sogleich ſollen Sie meine Hand haben.“ Sie griff ſchnell in eine geheime Taſche, fuhr in einen Katzenhandſchuh und kratzte ihn damit auf die Rückſeite ſeiner Hand.„Da nehmen Sie den Händedruck, den Sie verdienen.“

Der Doctor fühlte einen ſcharfen Schmerz, fuhr mit der Hand in die Höhe und ſah dieſe durch einige rothe Striche tättowirt. Laura aber warf ihm den Hand⸗ ſchuh in den Schooß und ſetzte dazu:„Wäre ich ein

1 Mann, ich machte Ihnen auf andere Weiſe fühlbar, daß Sie mich beleidigt haben.“ . Der Doctor blickte um ſich, ſeine Nachbarin zur

Linken war aufgeſtanden, auf der andern Seite bildete

gegen die Außenwelt. Dann ſah er erſtaunt auf den Fehde⸗ handſchuh in ſeinem Schooß, und alles war ihm unbe⸗ greiflich, nur das Eine empfand er, daß Laura trotz ihrer Leidenſchaft von hinreißender Schönheit war. Auch er fuhr mit der Hand in ſeine Taſche und

der Hausherr, über den Tiſch gebeugt, harmlos einen Wall