Teil eines Werkes 
2. Th. (1864)
Entstehung
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Artigkeiten, die bei ſolcher Gelegenheit nicht zu vermei⸗ den ſind, und hinter denen kein Menſch etwas ſucht.“

„Ich danke für eure Artigkeiten, die man nicht ver⸗ meiden kann, und an denen Niemandem etwas gelegen iſt. Nichts iſt mir unter den Leuten hier ſo unausſteh⸗ lich, als ihre ewigen Artigkeiten durch die Vorderthür und ihr Kratzen durch die Hinterthür.“ Er ging aus dem Zimmer und ſchloß die Thür nicht leiſe. Die Mutter aber begann:„Im Grunde hat er nichts da⸗ gegen, er will nur ſein ſtrenges Weſen behaupten. Daß du dem Doctor etwas für ſeinen Gevattergruß ſendeſt, iſt nicht grade nöthig, aber du biſt ihm noch eine Auf⸗ merkſamkeit von dem Schäfer her ſchuldig.“

Und Laura verſöhnte ſich mit dem Gedanken, Gevat⸗ terin des Doctors zu werden, und ſagte:„Ich mache mir eine Zeichnung für die Zipfel des Tuches und ich ſticke ſie.“

Am nächſten Morgen ging ſie aus, Battiſt zu kaufen. Aber auch Herr Hummel ging aus. Er be⸗ ſuchte einen Bekannten, der Kürſchner war, zog ihn vertraulich bei Seite und beſtellte ein Paar Handſchuhe ganz von weißem Katzenfell, mit fünf Fingern für eine kleine Hand. Und er forderte, daß an die Spitze jedes Fingers eine Katzenkralle befeſtigt werde.„Es muß aber etwas Zartes ſein,“ verordnete er,„von ungeborenem Kater, im Nothfall auch Säugling von Kanin, und daß mir die Krallen groß und ſteif herausſtehen.“ Dann trat er in einen andern Laden, ließ ſich bunt gedruckte Taſchentücher von Baumwolle zeigen, wie man ſie um

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