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Er trug den Brief in die Stube und warf ihn vor den heimkehrenden Frauen auf den Tiſch.„Das kommt von eurem Vergleich, ihr ſchwachen Weiber,“ rief er grollend,„hier hängen ſich die Amme und die Hebamme und der Herr Gevatter an euren Hals.“
Die Frauen ſtudirten den Brief und Laura fand rückſichtslos, daß die Frau Pathe grade den Doctor für ſie zum Partner gewählt habe.
„Es iſt bequem für den Pathenwagen,“ höhnte Hummel aus ſeiner Ecke.„Er kann in einer Fahrt Zwei abliefern. Jetzt läuft der Humboldt von drüben in weißen Glacehandſchuhen bis in dieſes Zimmer, um dich zur Kirche abzuholen, und ich traue ihm obendrein die Unverſchämtheit zu, daß er dir den Gevattergruß ſchickt.“
„Wenn er es nicht thäte, ſo wäre es eine Belei⸗ digung,“ verſetzte die Gattin,„das muß ſchon der Men⸗ ſchen wegen geſchehen, ſonſt giebt es ein Gerede. Da⸗ gegen dürfen wir nichts ſagen, er wird ihr den Blumen⸗ korb ſchicken mit den Pathenhandſchuhen, und Laura ſendet ihm dagegen das Taſchentuch, wie es in unſerer Bekanntſchaft Brauch iſt. Du weißt ja, daß Laura's Pathe auf ſo etwas hält.“
„Seine Blumen in unſerm Hauſe, ſeine Hand⸗ ſchuhe auf unſern Fingern, und unſer Tuch in ſeiner Taſche,“ zankte der Hausherr,„das wird ja recht luſtig.“
„Ich bitte dich, Hummel,“ entgegnete ſeine Frau unwillig,„verleide uns nicht durch dein Schelten die


