Teil eines Werkes 
2. Th. (1864)
Entstehung
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die Weiber haben nicht eher geruht. Und ich verſichere Sie, dort drüben fehlt die richtige Courage zum Streit. Die Sache wurde langweilig, da gab ich mich drein.“

„Es iſt doch gut, daß alles wieder in Ordnung kam,“ ſagte Gabriel.„Wenn die Väter im Streit leben, wie ſollen die Kinder einander grüßen.“

„Warum ſollen ſie einander nicht auch Geſichter ſchneiden,“ rief Hummel ärgerlich.„Ich bin nicht für die ewigen Knixe.“

„Das weiß Jedermann,“ verſetzte Gabriel.„Wenn aber Fräulein Laura bei uns mit dem Doctor zuſam⸗ mentrifft, was ja oft geſchieht, ſo kann ſie doch nicht gegen ihn brummen.“

„Sie treffen alſo oft zuſammen,“ wiederholte Hum⸗ mel bedachtſam.„Da haben Sie wieder die Ueber⸗ füllung, man kann einander nicht aus dem Wege gehen. Nun, meiner Tochter bin ich ſicher, ſie iſt von meiner Art, Gabriel.“

„Das weiß ich doch nicht,“ erwiederte Gabriel lachend.

„Ich verſichere Sie, es iſt ganz mein Kopf,“ be⸗ ſtätigte Hummel mit Ueberzeugung.„Was aber dieſen Frieden betrifft, ſo freuen Sie ſich nicht ſo ſehr darüber, denn verlaſſen Sie ſich auf mich, zwiſchen hier und drüben hat er keine Dauer. Wenn das Eis aufthaut und das Gartenvergnügen angeht, dann giebt's wieder Händel. Das iſt hier immer ſo geweſen. Und ich ſehe nicht ein, warum das nicht ſo bleiben ſoll, trotz Ver⸗