ſprochen und trippelte zierlich über die Straße nach ihrer Hausthür, während Gabriel ihr voll Bewunderung nachſah. Da trat Herr Hummel in's Freie und er⸗ haſchte den letzten Gruß und Blick Gabriels.
„Sie iſt niedlich wie ein Rothſchwänzchen,“ ſagte Gabriel zu Herrn Hummel. Dieſer ſchüttelte menſchen⸗ freundlich den Kopf.„Ich merke wohl, Gabriel, wie dieſer Haſe läuft. Und ich ſage nichts, denn es würde nichts nutzen. Aber Eines will ich Ihnen als eine gute Lehre mittheilen. Sie verſtehen das weibliche Geſchlecht nicht zu behandeln, Sie ſind nicht borſtig gegen das Frauenzimmer. Als ich jung war, zitterten ſie, wenn ich mein Taſchentuch ſchwenkte, und liefen doch um mich her wie die Ameiſen. Dieſe Nation will furchtſam ſein, Sie verderben ſich alles durch Freundlichkeit. Ich ſchätze Sie, Gabriel, und deshalb gebe ich Ihnen dieſen Rath, wie man ihn gleichſam einem Freunde giebt. Sehen Sie, da iſt Madame Hummel. Sie iſt ziemlich kräftig, ich zwinge ſie doch; wenn ich nicht brummig wäre, würde ſie es ſein. Da nun gebrummt werden muß, ſo iſt mir immer plaiſirlicher, daß ich derjenige bin.“
„Jedes Thier hat ſeine Manier,“ verſetzte Gabriel verbindlich,„ich habe kein Geſchick zum Brummbär.“
„Es will gelernt ſein,“ ſagte Herr Hummel wohl⸗ wollend. Er zog die Augenbrauen in die Höhe und machte ein ſchlaues Geſicht:„Dort drüben ſchleicht man auch ſchon im Garten herum, wahrſcheinlich ſpeculirt man wieder mit einem neuen Einfall, den ich zu ſeiner
—


