Teil eines Werkes 
2. Th. (1864)
Entstehung
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Hausecke hinüber, wo das Zimmer des Doctors lag, und g

dann wieder nach dem eigenen Oberſtock, als wenn er die beiden Gelehrten und ihre Behauſungen gegen ein⸗ ander abſchätzen wollte.

Als Ilſe gegen Laura das Urtheil des Gatten über das Buch wiederholte, erröthete Laura ein wenig und er⸗ wiederte, ihr Köpfchen zurückwerfend:„Ich hoffe, es iſt ſo gelehrt, daß wir nicht nöthig haben, uns damit abzugeben.“ Aber die Abneigung, ſich darauf einzulaſſen, verhinderte ſie doch nicht, einige Tage ſpäter den Profeſſor um das Buch zu bitten, weil ſie es der Mutter zeigen wolle. Bei dieſer Gelegenheit wurde es in das Geheimzimmer getragen und verweilte dort längere Zeit.

Auch unter den übrigen Anwohnern der Straße wurde die Bedeutung der Familie Hahn, welche ſo rühmlich in die Zeitung gekommen, deren Fritz ſogar im Tageblatt geprieſen war, ſehr vermehrt. Die Wag⸗ ſchale der Volksgunſt ſenkte ſich entſchieden auf Seite dieſes Hauſes, ſogar Hummel fand zweckmäßig, ſich nicht dagegen aufzulehnen, daß in ſeiner Familie mit kühler Anerkennung von dem Nachbarſohn geſprochen wurde. Und wenn Dorchen, wie zuweilen geſchah, mit Gabriel auf der Straße zuſammentraf, ſo wagte ſie ſogar für einige Augenblicke in den Hofraum der Feinde zu tre⸗ ten, trotz dem Geknurr des Hundes und dem düſtern

Blick des Hausherrn.

An einem warmen Abend des März hatte ſie grade

wieder im Vorbeigehen mit Gabriel Nothwendiges be⸗

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