Teil eines Werkes 
1. Th. (1864)
Entstehung
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wo er ſeinem Herzen nur für eine Faſſung gegeben hatte, alle ſtreng und feierlich, darunter die Frauen gewalti⸗ ger Männer, blieb er beſtürzt an der Thür ſtehen. Doch faßte er ſich und machte drei tiefe Verbeugungen, wahrſcheinlich jeder Dame eine, enthielt ſich aber alles Gebrauchs der Worte.„Setzen Sie ſich, Herr Magiſter,“ begann Laura herablaſſend, und wies auf einen leeren Stuhl gegenüber dem Sopha. Der Magiſter trat zö⸗ gernd heran, rückte den Stuhl weiter aus dem Be⸗ reich der drei Schickſalsgöttinnen, und ſchob ſich mit einer neuen Verbeugung auf eine Ecke des Rohrge⸗ flechts.

„Es wird Ihnen bekannt ſein, Herr Magiſter,“ be⸗ gann Frau Struvelius,„daß die letzte Schrift meines Mannes Erörterungen veranlaßt hat, welche allen Be⸗ theiligten, und wie ich vorausſetze, auch Ihnen peinlich geweſen ſind.“

Knips machte ein ſehr klägliches Geſicht und legte den Kopf ganz auf eine Schulter.

„Ich berufe mich jetzt auf das Intereſſe, welches auch Sie für die Studien meines Mannes haben, und ich berufe mich auf Ihr Herz, wenn ich Sie erſuche, mir offen und gradſinnig die Auskunft zu geben, welche uns Allen wünſchenswerth ſein muß.“ Sie hielt an, Knips ſah mit gebeugtem Haupt von der Seite zu ihr hinüber und ſchwieg ebenfalls.„Ich bitte Sie um eine Antwort,“ rief die Struvelius nachdrücklich.

„Ach ſehr gern, hochverehrte Frau Profeſſorin,“ be⸗ 14

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