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Magiſter läßt ſagen, er wird ſich ſogleich die hohe Ehre geben. Er erſtaunte ſich, aber es war ihm recht.“
„Er ſoll ſich wundern,“ rief Laura. Die verbün⸗ deten Damen ließen ſich um den Sophatiſch nieder und empfanden den Ernſt der Stunde, welche ihnen bevor⸗ ſtand.„Wenn ich mit ihm ſpreche,“ begann Frau Stru⸗ velius feierlich,„haben Sie die Güte, genau auf ſeine Antworten zu achten, damit Sie dieſelben im Nothfalle wiedecholen können, ſeien Sie mir Beiſtand und Zeugen.“
„Ich kann ſchnell ſchreiben,“ rief Laura,„ich will aufzeichnen, was er antwortet, nachher kann er's nicht ableugnen.“
„Das wird zu ſehr wie ein Verhör,“ warf Ilſe ein,„es macht ihn nur mißtrauiſch.“
Draußen ſcholl das wüthende Gekläff eines Hundes. „Er kommt,“ rief die Struvelius und rückte ſich ent⸗ ſchloſſen zurecht. Ein polternder Schritt ließ ſich von der Treppe hören, Suſanne öffnete und Magiſter Knips trat ein.
Gefährlich ſah der nicht aus, ein kleiner gekrümm⸗ ter Mann, von dem man zweifeln konnte, ob er jung oder alt war, ein blaſſes Geſicht mit hervorſtehenden Backenknochen, auf denen zwei rothe Flecken lagen, zu⸗ ſammengedrückte Augen, wie Kurzſichtige zu haben pfle⸗ gen, von rieler Nachtarbeit bei trüber Lampe geröthet, ſo ſtand er, den Kopf auf eine Seite geneigt, in faden⸗ ſcheinigem Rock, ein demüthiger Diener, vielleicht ein Opfer der Wiſſenſchaft. Als er drei Damen ſitzen ſah,


