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„Ich gehe umher,“ fuhr die Struvelius in ihrer gemeſſenen Weiſe fort,„wie mit einem Fluche beladen. Was ich in dieſen Wochen gelitten habe, iſt unaus— ſprechlich, heute in der lauten Freude komme ich mir vor wie eine Ausgeſtoßene.“ Das Tuch in ihrer Hand zitterte, aber ſie ſprach eintönig fort:„Mein Mann iſt unſchuldig, und in der Hauptſache von ſeinem Recht überzeugt. Mir als ſeiner Frau geziemt, ſeine Auffaſ⸗ ſung und ſein Schickſal zu theilen. Aber ich ſehe auch ihn durch eine unſelige Verwickelung innerlich verſtört, und ich fühle mit Entſetzen, daß ihm die gute Meinung ſeiner nächſten Bekannten verloren ſein mag, wenn es nicht gelingt, die Zweifel zu löſen, welche ſich um ſein Haupt ſammeln.— Helfen Sie mir,“ rief ſie in plötz⸗ lichem Ausbruch die Hände ringend, und zwei große Thränen rollten über ihre Wangen.
„Vermag ich das?“ frug Ilſe.
„Es iſt ein Geheimniß bei der Sache,“ fuhr die Struvelius fort,„mein Mann hat die Unvorſichtigkeit gehabt, unbedingtes Schweigen zu verſprechen, und ſein Wort iſt ihm heilig, und er ſelbſt iſt wie ein Kind in Geſchäften und weiß ſich in dieſer Sache keinen Rath. Ohne ſein Wiſſen und Zuthun muß verſucht werden, was ihn rechtfertigt. Und ich bitte Sie, mir dabei Ihren Beiſtand nicht zu verſagen.“
„Ich kann nichts thun, was mein Mann mißbilli⸗ gen würde, und ich habe bis jetzt niemals ein Geheim⸗ niß vor ihm gehabt,“ verſetzte Iſſe ernſt.
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