Teil eines Werkes 
1. Th. (1864)
Entstehung
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durch ein kräftiges Herumſchwingen im Kreiſe fortzu⸗ treiben. Und Magnificus tanzte mit ſeiner runden Frau, ſehr zierlich, und Raſchke tanzte mit ſeiner Frau und ſah beim Anlauf, der einige Zeit in Anſpruch nahm, triumphirend nach Ilſe hinüber. Bei dieſem Ball geſchah, was lange nicht vorgekommen war, die Profeſ⸗ ſoren wagten auch eine Senioren⸗Francaiſe. Als aber Naſchke dazu antrat, entſtand ein beſorgtes Kopfſchütteln ſeiner Vertrauten. Nicht ohne Grund, denn er brachte eine heilloſe Verwirrung in die Touren. Er wollte ſeine Frau durchaus nicht mit einer andern Dame vertauſchen, welche ihm gegenüberſtand; dann ergab ſich, daß er keine feſte Anſicht über ſeinen eigentlichen Platz gewinnen konnte, und erſt am Ende, als ein großer Stern ge⸗ bildet wurde, bei welchem die Herren an der Außen⸗ ſeite als Strahlen herumkreiſten, da fand er ſich an der Hand irgend einer Dame wieder zurecht und ſchwenkte lachend ſeine Beinchen gegen die Außenwelt.

Luſtiger wurde das Getümmel, alle Nachbarinnen Ilſens waren durch den Taumel ergriffen und tanzten Walzer; Ilſe ſtand unweit einer Säule nnd ſah in das bunte Treiben herab. Da ſtrich etwas hinter ihr herum, ein ſeidenes Kleid rauſchte, die Struvelius trat neben ſie.

Betroffen ſah Ilſe in die großen grauen Augen der Gegnerin, welche langſam begann:„Ich halte Sie für edel und gemeiner Empfindung ganz unfähig.“

Ilſe verneigte ſich ein wenig, um ihren Dank für die unerwartete Erklärung auszudrücken.