Teil eines Werkes 
1. Th. (1864)
Entstehung
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„Ich will nichts, was nicht vor dem ſtrengſten Ur⸗ theile beſtehen könnte,“ fuhr die Andere fort.„Ihr Ge⸗ mahl ſoll zuerſt wiſſen, was ich etwa ermitteln kann, grade deshalb wende ich mich an Sie. Ach, nicht des⸗ halb allein, ich weiß Niemanden, dem ich vertrauen könnte.— Ihnen ſage ich, was ich nicht von Struve⸗ lius erfahren habe, er hat das unglückliche Pergament⸗ blatt von Magiſter Knips erhalten und an dieſen wie⸗ der zurückgegeben.“

„Das iſt der kleine Magiſter auf unſerer Straße?“ frug Ilſe neugierig.

„Derſelbe, Ich muß den Magiſter veranlaſſen, daß ir das Blatt wieder herbeiſchafft, oder mir ſagt, wo es zu finden iſt. Nicht hier iſt der Ort dies zu beſprechen,“ rief ſie, als die Tanzmuſik verſtummte.„Bei der Stel⸗

lung unſerer Männer darf ich Sie nicht beſuchen, es würde mir zu ſchmerzlich ſein, die veränderte Haltung Ihres Gemahls in einer Begegnung zu empfinden; aber ſch wünſche Ihren Rath und bitte Sie, eine Zuſammen⸗ ſunft am dritten Ort möglich zu machen.“

„Wenn Magiſter Knips im Spiel iſt,“ erwiderte Ilſe zögernd,„ſo ſchlage ich Ihnen vor, ſich zu Fräu⸗ lein Laura Hummel, meiner Hausgenoſſin, zu bemühen, vir ſind in ihrem Zimmer ungeſtört, und ſie weiß mehr bon dem Magiſter und ſeiner Familie als wir beide. lber, Frau Profeſſorin, wir armen Frauen werden bei finem fremden Manne ſchwerlich etwas durchſetzen.“

„Ich bin entſchloſſen, Alles zu wagen, um meinen Freytag, Handſchrift. I.⸗ 25 8