Teil eines Werkes 
1. Th. (1864)
Entstehung
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Kellnern eine Weinlieferung verabredet. Endlich lagerte ſich die Geſellſchaft, nach Familien geordnet, um die Tafeln. Als Ilſe am Arm des Gatten nach ihrem Platze ſchritt, frug ſie leiſe:„War's recht, daß ich hin⸗ über ging?“ Und er erwiederte ernſthaft:„Es war nicht unrecht.“ Damit mußte ſie ſich vorläufig begnügen. Während der Tafel brachte Magnificus den erſten Toaſt auf die academiſche Geſelligkeit aus, und die Herren vom Theetiſch fanden, daß ſeine leiſe Anſpielung auf ein freundliches Zuſammenhalten der Collegen in unzarter Weiſe an die brennende Frage des Tages rühre. Aber dieſe Wirkung ging ſogleich in andern Trink⸗ ſprüchen unter und Ilſe merkte, daß die Tiſchreden hier anders betrieben wurden, als in der Familie Rollmaus, denn ein College nach dem andern ſchlug an das Glas. Und wie zierlich und geiſtreich wußten ſie leben zu laſ⸗ ſen, ſie hielten ihre Frackſchöße und blickten kaltblütig in die Runde, und gedachten in herrlichen Worten der Gäſte, der Frauen und der übrigen Menſchheit. Und als die Propfen des Champagners knallten, wurde die Beredtſamkeit übermächtig, und es ſchlugen ſogar zwei Profeſſoren zu gleicher Zeit an die. Gläſer. Da erhob ſich noch einmal der Pfrofeſſor der Geſchichte, und alles wurde ſtill. Und er begrüßte die neuen Mitglieder der Univerſität, die Frauen und Männer, und Ilſe merkte, daß dieſer Gruß auch auf ſie ſelbſt gehe, und ſah auf den Teller herab. Aber ſie erſchrak, als er immer per⸗ licher wurde und zuletzt gar ihren Namen laut in