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Stadt noch gar nicht bis an den waldigen Thalgrund reichten. Damals hatte die Thalgaſſe nur wenige kleine Menſchenwohnungen, dahinter lag ein wüſter Raum, Frau Knips, die Wäſcherin, trocknete dort Bürgerhemden und ihre beiden unartigen Jungen warfen einander mit den Holzklammern. Da hatte Herr Hummel einen Trocken⸗ platz am letzten Ende der Straße gekauft und hatte da⸗ rauf ſein ſchönes Haus gebaut in zwei Stockwerken mit ſteinernen Stufen und eiſernem Gitter, und dahinter ein
einfaches Arbeitshaus für ſein Geſchäft, denn er war
Hutfabrikant und trieb die Sache ſehr in's Große. Und wenn er aus ſeinem Hauſe trat, und die Vorſprünge des Daches und die Gipsarabesken unter den Fenſtern muſternd überſchaute, ſo ſah er von allen Seiten Licht und Luft und freie Natur, und empfand ſich als den vorderſten Pfeiler der Civiliſation gegen den Urwald. Da begegnete ihm, was manchem Pionier der Wild⸗ niß die Ruhe ſtört, ſein Beiſpiel fand Nachahmung. An einem finſtern Morgen des März kam ein Wagen mit alten Brettern an den Wäſchplatz gefahren, der ihm gegenüber lag, ſchnell wurde ein Plankenzaun zuſammen⸗ geſchlagen, Tagelöhner mit Haue und Handkarren be⸗ gannen Grund zu graben. Das war ein harter Schlag für Herrn Hummel. Aber ſein Leid wurde größer. Als
er zornig über die Straße ſchritt und den Maurermeiſter
nach dem Namen des Mannes frug, der gegen Licht und Ruhm ſeines Hauſes feindlich arbeiten ließ, da erfuhr er, daß ſein künftiger Nachbar der Fabrikant Hahn ſein


