Teil eines Werkes 
1. Th. (1864)
Entstehung
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2.

Die feindlichen Nachbarn.

In künftigen Zeiten wird, wie man hört, auf dem Erdball eitel Freude und Liebe ſein. Und die Menſch⸗ heit wird in waſſergrünem und himmelblauem Gewande einhergehen, Sandalen an den Füßen und Palmzweige in der Hand, um dem letzten Haß und der letzten Bos⸗ heit Salz auf den Schwanz zu ſtreuen und dieſe Nacht⸗ vögel für das große Muſeum der Zukunft auszuſtopfen. Bei ſolcher Jagd wird man finden, daß das letzte Neſt

der Unholde zwiſchen den Wänden zweier Nachbarhäuſer hängt. Denn zwiſchen Nachbar und Nachbar niſten ſie,

ſeit der Regen vom Dach des einen Hauſes in den Hof

des andern rieſelt, ſeit der Sonnenſtrahl durch eine Haus⸗

mauer der andern vorenthalten wird, ſeit Kinder die

Hände durch den Zaun ſtecken um Beeren zu naſchen,

ſeit der Hausherr nichtpabgeneigt iſt ſich ſelbſt für N er zu halten als ſeine Mitmenſchen. Und es gab zu un⸗ ſern Tagen wenig Gebäude im Lande, zwiſchen denen Widerwille und feindliche Kritik ſo arg wirthſchafteten, als zwiſchen den beiden Häuſern am großen Stadtpark. Viele erinnern ſich der Zeit, wo die Häuſer der

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