Teil eines Werkes 
1. Th. (1864)
Entstehung
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ſollte. Von allen Menſchen auf der Welt war dieſer der größte Tort, den ihm das Schickſal anthun konnte. Nicht eigentlich als Bürger betrachtet, er war nicht un⸗ reputirlich, es ließ ſich gegen die Familie nichts Schweres einwenden, aber er war Hummels natürlicher Gegner, denn das Geſchäft des neuen Anſiedlers bewegte ſich auch um Hüte, und zwar um Strohhüte. Dieſen leichten Plunder zu verfertigen, iſt nie für eine ernſte Männer⸗ arbeit gehalten worden, es war nie ein zünftiges Hand⸗ werk, es hat nie das Recht gehabt, Lehrlinge frei zu ſprechen, es iſt ſonſt nur von italieniſchen Bauern be⸗ trieben worden, es hat ſich als eine Neuerung mit an⸗ dern ſchlechten Sitten erſt ſpät in der Welt verbreitet, es iſt im Grunde gar kein Geſchäft, man kauft Strohbänder und läßt ſie durch zuſammengelaufene Mädchen im Wochen⸗

lohn an einander nähen. Und es beſteht eine alte Feind⸗

ſchaft zwiſchen Filzhut und Strohhut. Der Fitzhut iſt eine hiſtoriſche Macht, durch Jahrtauſende geheiligt, nur die Mütze duldete er neben ſich, als gemeine Einrichtung für Werkeltage. Da erhob der Strohhut ſeine Anmaßun⸗ gen gegen verbrieftes Recht und beanſpruchte frech die Hälfte des Jahres. Und ſeit der Zeit ſchwanken die Wagſchalen des irdiſchen Beifalls zwiſchen dieſen beiden

Attributen des Menſchengeſchlechts. Wenn der unſtäte

Sinn der Sterblichen nach dem Stroh zuſchwankt, bleibt der ſchönſte Filz, Felbel, Seide und Pappe unbeach⸗

tet ſtehn, von der Luft ausgezogen, von Motten zer⸗

biſſen. Hinwiederum wenn die Neigungen der Menſchen