Teil eines Werkes 
1. Th. (1864)
Entstehung
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Wangen.„Es iſt genug,“ rief er gekränkt,„wenn ich zu wenig an meine Zukunft gedacht habe, du ſollſt mir darüber keine Vorwürfe machen. Es war mir vielleicht zu große Freude, an deiner Seite zu leben und der ſtille Vertraute deiner kräftigen Arbeit zu ſein. Etwas von dem Segen, den das Leben eines Mannes allen mittheilt, die an ſeinem geiſtigen Schaffen theilnehmen, habe ich in deiner Nähe doch auch empfunden. Gute Nacht.“

Der Profeſſor ging auf ihn zu und faßte ſeine beiden Hände.„Bleibe,“ rief er,„biſt du mir böſe?“

„Nein,“ erwiederte Fritz,„aber ich gehe.“ Er ſchloß leiſe die Thür.

Der Profeſſor ging mit ſtarken Schritten auf und ab, machte ſich Vorwürfe über ſeine Heftigkeit und ſorgte um die Stimmung des Freundes. Endlich warf er die Bücher, welche Telegraphendienſte verrichtet hatten, hef⸗ tig auf die Bretter zurück und trat wieder an den Ar⸗ beitstiſch.

Gabriel leuchtete dem Doctor die Treppe hinab, öffnete die Hausthür und ſchüttelte den Kopf, als ſein Nachtgruß bei dem Herrn nur kurze Erwiederung fand. Er löſchte das Licht und horchte nach dem Zimmer ſei⸗ nes Herrn. Als er die Schritte des Profeſſors hörte, entſchloß er ſich, noch einige Züge lauer Abendluft zu ſchöpfen, und ſtieg in den kleinen Hausgarten. Dort ſtieß er auf den Hausbeſitzer Herrn Hummel, welcher

wahrſcheinlich in derſelben Abſicht unter den Fenſtern

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