Teil eines Werkes 
1. Th. (1864)
Entstehung
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ſcheint, jeder Zweifel, daß dieſe Handſchrift ein Tacitus war. Und um das Ganze zuſammenzufaſſen, war das Sachverhältniß folgendes: Zur Zeit der Reformation be⸗ fand ſich eine Handſchrift des Tacitus im Kloſter Roſſau,

der Anfang fehlte. Es war eine alte Handſchrift, ſie war durch die Zeit und ihre Schickſale für Mönchsaugen faſt unlesbar geworden.“

„Es muß aber an dem Buch noch etwas Beſonde⸗ res gehangen haben,“ unterbrach der Doctor,„denn der Mönch bezeichnet es mit dem Ausdruck: ungeheuer, wel⸗ ches etwa unſerm Wort unheimlich entſpricht.“

„So iſt es,“ beſtätigte der Profeſſor.„Man darf muthmaßen, daß entweder eine Kloſterſage, die ſich da⸗ ran geheftet hatte, oder ein altes Verbot das Buch zu leſen, oder wahrſcheinlicher eine ungewöhnliche Beſchaffen⸗ heit des Deckels oder Formats dieſe Bezeichnung verur⸗ ſacht hat. Die Handſchrift enthielt beide Geſchichtswerke des Tacitus, welche durch fortlaufende Bücherzahl ver⸗ bunden waren. Und wir,“ fuhr er fort, und warf in der Aufregung das Buch, welches er in der Hand hielt, auf den Tiſch,„wir beſitzen dieſe Handſchrift nicht mehr. Und keines von den beiden Geſchichtswerken des großen Römers iſt uns vollſtändig erhalten; uns fehlt, wenn wir die Lücken zuſammenrechnen, wohl mehr als die Hälfte.“

Der Freund durchſchritt haſtig das Zimmer. iſt eine von den Entdeckungen, die das Blut ſchneller in die Adern treibt. Dahin und verloren! Aber es überläuft einen heiß, wenn man deutlich empfindet, daß

„Das

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