Teil eines Werkes 
1. Th. (1864)
Entstehung
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tretenden entgegen,„ſetze dich auf meinen Platz und ſieh hierher.“

Der Gaſt, tins ſrt Geſtalt, mit feinen Zügen und einer Brille vor den Augen, rückte ſich gehorſam zurecht und ergriff ein kleines Buch, welches Mittelpunkt eines Kreiſes von aufgeſchlagenen Werken in jedem Alter und Format war. Mit Kennerblicken muſterte er zuerſt den Deckel: geſchwärztes Pergament mit alten Noten und

darunter geſchriebenem Kirchentext, er warf einen ſpähen⸗

den Blick auf das Innere des Einbands und ſuchte nach den Pergamentſtreifen, durch welche der übelerhaltene Rücken des Buches mit dem Deckel verbunden war. Dann erſt ſah er auf das erſte Blatt des Inhalts, auf die vergilbten Buchſtaben des geſchriebenen Textes.„Das Leben der heiligen Hildegard,— die Hand des Schreibers aus dem fünfzehnten Jahrhundert,“— ſprach er, und ſah den Freund fragend an.

„Nicht deshalb zeige ich dir das alte Buch. Sieh weiter. Der Lebensgeſchichte folgen Gebete, eine Anzahl Recepte und Wirthſchaftsregeln von verſchiedenen Hän⸗ den bis über die Zeit Luthers hinaus. Ich hatte dieſe Blätter für dich gekauft, du konnteſt darin vielleicht et⸗ was für deine Sagen oder Volksaberglauben finden. Bei der Durchſicht aber traf ich auf einer der letzten Seiten dieſe Stelle, und ich muß dir jetzt das Buch noch vor⸗ enthalten. Es ſcheint, daß mehre Generationen eines Mönchskloſters das Buch benutzt haben, um Bemerkun⸗ gen einzuzeichnen, denn auf dieſem Blatt iſt ein Ver⸗