Teil eines Werkes 
1. Th. (1864)
Entstehung
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Gabriel nahm den Teller und trug ihn zum Pro⸗ feſſor.„Nehmen der Herr Profeſſor wenigſtens ein Paar Biſſen.“ „ So geben Sie,“ ſagte der Prbfeſſor und aß.

Gabriel benutzte die Pauſe, in welcher ſein Herr widerſtandslos bei verſtändlicher Thätigkeit verweilte, zu einer reſpectvollen Anmahnung:„Mein ſeliger Haupt⸗ mann hielt ſehr auf ein gutes Abendeſſen.“

„Jetzt aber ſind Sie in's Civile überſetzt,“ verſetzte der Profeſſor lächelnd.

„Es iſt aber auch nicht in der Ordnung,“ fuhr Gabriel hartnäckig fort,„wenn ich allein den Braten eſſe, den ich für Sie hole.“

„Ich hoffe, Sie ſind jetzt zufrieden,“ perſetzte der Profeſſor und ſchob ihm den Teller zurück.

Gabriel zuckte die Achſeln.„Es iſt zum wenigſten guter Wille. Der Herr Doctor war nicht zu Hauſe.“

„Ich ſehe. Sorgen Sie dafür, daß die Hausthür ge⸗ öffnet bleibt.“

Gabriel machte kehrt und entfernte ſich mit den Tellern.

Wieder war der Gelehrte allein, das goldene Licht der Lampe fiel auf ſein Antlitz und die Bücher welche um ihn lagen, ſchneller rauſchten die weißen Blätter unter der Hand des Nachſchlagenden und in ſtarker Span⸗ nung arheiteten ſeine Züge.

Da pochte es an die Thür, der erwartete Beſuch trat ein.

„Guten Abend, Fritz,“ rief der Profeſſor dem Ein⸗