Teil eines Werkes 
1. Th. (1864)
Entstehung
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geb

liebten Lehrer der ſtudirenden Jugend natürlich iſt. Jetzt grade fährt ein feines Lächeln darüber und die Wangen ſind ihm von der Arbeit oder geheimer Aufregung ge⸗ röthet. Verſchwinde hinter einer Wolke, Mond, die Ge⸗ ſellſchaft meines Profeſſors iſt mir lieber. Der Profeſſor ſprang von ſeinem Arbeitstiſch auf und durchſchritt einige Male eifrig das Zimmer, dann trat er an ein Fenſter, welches auf das Nachbarhaus hinſah, ſtellte zwei große Bücher auf das Fenſterbret, legte ein kleineres darüber und brachte dadurch eine Fi⸗ gur hervor, welche einem griechiſchen P ähnlich ſah und durch den Lichtſchein dahinter für die Augen im Nach⸗ barhauſe ſichtbar wurde. Nachdem er dies telegraphiſche Zeichen gezimmert hatte, eilte er wieder an den Tiſch und beugte ſich von neuem über ſein Buch. Der Diener trat leiſe ein, das Abendeſſen wegzuräu⸗ men, welches auf einem Seitentiſch zurecht geſtellt war. Da er die Speiſen unberührt fand, blickte er mißbilligend auf den Profeſſor und blieb lange hinter dem leeren Stuhl ſtehen. Endlich rückte er ſich in militäriſche Haltung: „Der Herr Profeſſor haben das Abendbrod vergeſſen.“ „Räumen Sie ab, Gabriel,“ befahl der Profeſſor. Gabriel bewies keinen guten Willen.„Der Herr Profeſſor ſollten wenigſtens ein Stück kalten Braten zu ſich nehmen. Aus Nichts wird Nichts,“ fügte er wohl⸗ wollend hinzu.

„Es iſt nicht in der Ordnung, daß Sie hereinkom⸗ men mich zu ſtören.“