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mit Friderun über den Steg und beugte das Knie, während Arnfried die Worte der Aufnahme ſang:„Deus meus, salvum fac servum tuum, mein Gott, exrette deinen Knecht.“ Er ſegnete ihn mit dem Kreuz, hob ihn auf, küßte ihn auf den Mund und gebot: Legt ihm das Gewand um.“
Dorſo aber rief in Wuth: ‚Heillos ſeid ihr ſelbſt und mit Ketzern haltet ihr Gemeinſchaft, herbei, ihr frommen Pilger, helfet gegen die Verräther.“
Da erhob ſich unter den Brüdern ein zorniger Ruf: „er läſtert den Orden, werft den bellenden Hund in den Graben.“ Doch Arnfried gebot:„Nicht ſo, führt den Mönch an der Hand über die Brücke und entlaßt ihn in Frieden, denn er hat nicht Theil an unſerer Arbeit, und wir nicht an der ſeinen. Ihr Brüder aber entrollt das Banner der Jungfrau und ſtoßt es in die Zinne des Thors, damit die Pilger und das Landvolk erkennen, daß die deutſchen Brüder hier eine Heimath haben und ein Hoſpital. In dem Hauſe unſeres Mit⸗ bruders bereitet die Lager und ſorgt um die Verwunde⸗ ten, denn das iſt unſer erſtes Amt.“
Dem Befehl des Bruders gehorchten nicht nur die Bärtigen, auch Viele der Eingedrungenen riefen ihm Heil zu, die erſchrockenen Knechte kamen eifrig hervor, und dieſelben Hände, welche vor Kurzem das Holz ge⸗ ſchichtet hatten, zerwarfen jetzt die Flammen.
Aus den Wolken ſank friedebringender Regen, und das Himmelswaſſer rauſchte hernieder auf die Mauern des ausgebrannten Thurmes.
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