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Arnfried aber ſprach zu Jvo:„in Freuden faſſe ich deine Hand, mein Bruder; denn dieſer Tag verbindet einen Mann von edlem Sinne zu ehrlichem Dienſte mit Ande⸗ ren, welche auch zu den Guten unſeres Volkes gehören. Du ſelbſt magſt den Antheil beſtimmen, den du der Bruder⸗ ſchaft an deinem Erbe gewähren willſt, und ſei er groß oder klein, du wirſt gut dabei fahren, denn der Orden vermag jetzt dein Recht zu vertreten, und unter dem ſchwarzen Kreuze wirſt du der meiſten Gegner ohne jeden Kampf ledig. Mit unſerer Mitſchweſter Friderun wird einer von un⸗ ſeren alten Prieſtern gutwillig wegen ihres Irrglaubens ſprechen, ihr Vater aber wird bald vor einem Richter ſtehen, der die Seelen und Gedanken der Menſchen mit anderem Maaße mißt, als wir zornigen Sünder.“
An Henners Lager kniete neben der Hausfrau des Ritters Friderun und klagte, über ſeine Hand gebeugt:„für mich und meinen Vater empfingt ihr die Wunde, und bitter ſchmerzt mich, daß ich euch gezürnt habe.“
„Gehabt euch darum nicht pleurant, liebe Magd,“ verſetzte Henner rückſichtsvoll,„ich that euch Willkom⸗ menes und eurem Bruder Widerwärtiges, beides in meinem Amte.“ Und die Hände Jvo's feſthaltend ſprach er mit Anſtrengung:„Sorgt für die Kummervollen, welche ich zurücklaſſe. Zu den lieben Engeln nehme ich den Ruhm, daß ich mit dem adligſten Herrn in Thürin⸗ gen geritten bin, keinem war er untreu und kein Speer hat ihn jemals vom Pferde geſtochen, ich aber war ſein Marſchalk.“ Er ſank ſterbend zurück.
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