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Arnfried; und an den Grabenrand ſprengend rief er hin⸗ über:„Iſt ein Chriſtenmann dort drinnen, ſo öffne er den Weg. Die Jungfrau mit dem Kinde begehrt Einlaß. 4 Jvo trat aus dem Thurm und grüßte den Bruder.
„Nicht freiwillig drangen wir in euren Hof, edler Ivo,“ ſagte Arnfried,„wir kommen euch nicht zu Hilfe und nicht zu Leide, nur eure Gäſte holen wir, weil ſie ſich das begehren.“
„Nehmt ſie und ſeid geſegnet für eure gute That,“ ſprach Ivo dagegen. Lutz hatte behend die Bretter des Steges zuſammengefügt, er hob mit Jvo den alten Bern⸗ hard vom Boden, trug ihn über den Graben und legte ihn vor die Roſſe der Bärtigen; Friderun folgte. Die Rit⸗ ter traten zurück an den Thurm, Bruder Gottfried, der Sarrazene, ſtieg ab und ſchloß den Alten in ſeine Arme.
Da rief Meiſter Konrad unwillig:„Du haſt genom⸗ men, Arnfried, was deiner Bruderſchaft gehört; jetzt fordere ich, weiche von jenem Andern, der mir gehört.“
Friderun warf ſich vor dem Roſſe Arnfrieds nieder: „Rettet ihn, ehrwürdiger Bruder, nur weil er meinen Vater und mich dem raſenden Haufen entriß, hat der böſe Mönch die Menge gegen ihn gehetzt.“
„Vertheidige ihn nicht,“ antwortete Arnfried traurig, „ich bin nicht Kläger und Richter über Unglauben, aber Jene ſind die Kläger, und ſie üben ihr heißes Recht; ein freier Mann iſt Herr Jvo und frei hat er ſich ſein Schickſal gewählt. Wir aber vermögen nur den zu ſchützen, der zu uns gehört.“ Und er ſprach über den Graben:„Habt ihr, edler Ivo, mir noch etwas zu


