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Vom Thurme her antwortete Ivo:„Vergeblich iſt eure Ladung, ihr ſtolzer Prieſter; die hier verſammelt ſind, vertrauen einem barmherzigeren Richter als ihr ſeid.“
Der Meiſter erhob die Hand. Die Mönche be⸗ gannen ein Bußlied, zu welchem die Anderen das Kyrie eleiſon ſchrien und die Haufen ſtrömten von allen Sei⸗ ten gegen den Graben, ſchichteten Holzſcheite, trugen Bal⸗ ken und ſchoſſen mit Brandpfeilen nach den Fenſteröffnun⸗ gen des Thurmes. In dem Thurmgewölbe war Jvo mit Friderun um die Wunde Henners beſchäftigt, nur Lutz kniete, gedeckt von ſeinem Schilde draußen am Stand⸗ bogen und wartete auf die Gelegenheit, um an einem Verhaßten die letzte Rache zu nehmen.
Eine Dampfwolke brach aus dem Luftloch des Thur⸗ mes. Brennendes Werg und Theer, die um einen Pfeil gewickelt waren, hatten in dem Raume gezündet, wo den Roſſen für einen Fall der Noth das Heu ge⸗ ſchichtet war. Mit den Windſtößen wogte der Dampf um die Mauern und umhüllte den Fuß des Thurmes. Ein wildes Freudengeſchrei erſcholl aus den Haufen.
Da ſchmetterte von draußen eine Poſaune. Ueber die Brücke ritten vier Brüder vom deutſchen Hauſe mit ihren Knechten, und Bruder Arnfried von der Naum⸗ burg rief über die Menge.„Wo weilt der Herr des Hofes, damit wir ihn grüßen und fragen.“
Meiſter Konrad antwortete:„Er birgt ſich im Thurme, verſtrickt in dem Dampfe, den fromme Chriſten ihm entzündet. Was führt euch her, ihr Brüder?“
Arnfried verſetzte:„Einer, der die Heimlichkeit des
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