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auch nicht uns das Leben zu retten, lieber wollen wir 4 in ihrer Haft vergehen, als unter den Händen des wü⸗ thenden Mönches.“ Nicolaus nahm das Dargebotene und lief dem Stege zu, der nach dem Hofe des Marſchalks führte; grade als Lutz im Begriff war den Steg zu heben, ſprang er hinüber, wand ſich unbemerkt hinter dem Dorfe herum und rannte der Stadt zu.
Es war ſtill geworden im Hofe und draußen, nur der Wind heulte und in der Höhe flogen die Wolken. 1 Jvo trat zu Friderun, und als er ihr liebevoll Troſt zuſprechen wollte, antwortete ſie mit verklärtem Blick:„Ihr habt an uns gehandelt, wie eurer würdig iſt, ich klage auch nicht um eure Gefahr, ich flehe zu unſerm Vater im Himmel, daß er mich annehme als Opfer und euch errette.“
1 So verrann Stunde auf Stunde bis die Sonne ſich zum Abend neigte.
Jvo ſtand bei Henner auf dem Thorthurm.„Sie haben ſich Hilfe geladen und wollen wie Krieger uns belagern. Verſtehen wir ſie bis zur Nacht hinzuhal⸗ ten, ſo kann uns wohl gelingen, über ſie hinwegzu⸗
reiten.“
„Der Mönch verſteht ſein Handwerk,“ verſetzte Hen⸗ 4 ner und wies auf den Weg, der von der Mühlburg 9 heranführte.„Seht dort Gewappnete, ſie kommen ſchwer⸗
lich, um euch das Geſindlein zu verſcheuchen.“ Lutz kam eilig herzu:„von Gotha zieht ein Haufe Kreuz⸗


