Teil eines Werkes 
3. Abtheilung (1874) Die Brüder vom deutschen Hause / von Gustav Freitag
Entstehung
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im Sturme ſind ſie gekommen und verſtoben. Dafür, Herr, werden ſich jetzt andere Gäſte in Kutten einfinden, welche uns feſter um den Hals faſſen.

Vielleicht vermögen wir Jene dort noch in die Berge zu retten. Wir kennen manchen Verſteck, ſprach Ivo leiſe.

Der Mönch iſt nicht nach Erfurt gelaufen, wie ich hoffte, wandte Lutz ein, die ganze Meute trabt hinter uns her und wir werden ſie in Kurzem am Thore hören. Auf unſere Knechte iſt kein Verlaß, Herr, ſie ſtutzten und redeten leiſe mit einander.

Wer kann ſie darum ſchelten? ſagte Jvo mit kaltem Lächeln.Die Verfolgten bergen wir in dem Ge⸗ wölbe des alten Thurmes; die Leute unſeres Dorfes ent⸗ bieten wir nicht zur Vertheidigung der Mauern, denn auch dieſe würden uns verſagen. Unterdeſſen beſetzt die Thürme mit Wachen, hebt die Brücke und ſperrt das Thor.

Die Brücke ſtieg auf, kurz darauf klang von der

Landſtraße Geſang der Wallfahrer, eine rauhe Stimme

ſang vor und die Andern wiederholten die Worte. Dorſo ritt auf ſeinem Eſel gegen die Zugbrücke und ſchrie über den Graben:Wer mit Irrgläubigen Geneinſchaft hält, wer den Verdammten Obdach gewährt, Speiſe und Trank, und wer eine Hand hebt für ihre Verthei⸗ digung, der wird theilhaftig ihrer Miſſethat und theil⸗ haftig der irdiſchen und der ewigen Flammen. Gebt heraus, ihr groben Burgleute, die ihr mir entführt habt.