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aufzufangen, Beide wurden emporgeriſſen und gebunden nach ihrem Hofe gezogen. Nicolaus ſah noch, wie das Geſindel raubluſtig in Ställe und Kammern drang, und wie der Mönch die Gebundenen auf einen Karren des Hofes heben ließ und mit einem Theil ſeiner Be⸗ gleiter in der Richtung nach Erfurt abzog. Dann jagte der Schüler faſt beſinnungslos vor Angſt und Grauen dem Edelhofe zu.
Als Dorſo mit ſeinen Gefangenen in die Nähe von Erfurt kam, merkte er, daß jenſeit der Brücke, welche über den Neſſebach führte, ein Trupp Bewaffne⸗ ter den Weg ſperrte. Er ritt vor, hob das Kreuz und rief von ſeinem Eſel:„Als Beamter des hochwürdigen Meiſters Konrad reiſe ich, öffnet die Straße.“ Aber die Hand eines Gehelmten fiel ſchwer auf ſeinen Arm und hielt ihn mit ſeinem Thiere feſt, wie ſehr er ſich ſträubte und ſchrie, während die übrigen Reiter ſchweigend um den Karren rückten, das andringende Ge⸗ ſindel mit den Speerſtangen abtrieben und die Pferde des Karrens in einen Seitenweg ſüdwärts lenkten. Auf einen Ruf des Anführers fuhr der Karren, um⸗ ſchloſſen von den Reitern in ſchnellem Laufe von dan⸗ nen. Der Anführer, welcher bis dahin den wüthenden Mönch mit eiſernem Griff gehalten hatte, ſprengte nach, und durchſchnitt mit dem Dolche die Riemen der Gebun⸗ denen.
Als Jvo mit dem Karren am Cdelhofe ankam, fand er den Marſchalk ſeiner wartend.„Kalt war der Abſchied der hohen Gäſte,“ meldete dieſer bekümmert,


