Teil eines Werkes 
3. Abtheilung (1874) Die Brüder vom deutschen Hause / von Gustav Freitag
Entstehung
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wacht.Die Magd ſprang in die Flamme, murmelte er, und frug, nach dem Harniſch an der Wand greifend: welchen Weg ziehen ſie?

Die Straße jenſeit der Neſſe; der Alte iſt ver⸗ wundet, Beide ſind auf einen Karren gebunden. Seitdem iſt faſt eine Stunde vergangen, obwohl ich mit dem Winde ritt.

Rufe den Hof zu Pferde. Nicolaus flog die Treppe hinab, gleich darauf klang der Ton eines Hornes über den Hof.Verzeiht, Herrin, ſprach Jvo tonlos, wenn ich euch verlaſſe, gröblich fehle ich gegen die Pflichten eines Wirthes, und er warf ſich das Eiſenhemd über.

Hedwig ſtand bleich wie er ſelbſt.Iſt jene, um deren Rettung ihr reiten wollt, die Magd, welche für euch zum Kaiſer ging?

Sie iſt es, antwortete Ivo über ſeiner Arbeit, nihr wißt, ich bin ihr Dank ſchuldig.

Sendet eure Dienſtmannen mit meinen Speer⸗ reitern, rief Hedwig, ihm den Arm haltend.Nur ihr verlaßt mich nicht in dieſer Stunde.

Die Hilfe der Heiden, welche einen Mönch an⸗ greifen, würde das Verderben der Gebundenen vollen⸗ den. Verzeiht mir, ich bitte, wiederholte er,unhöflich handelt der Hausherr, welcher den Gaſt allein läßt.

Nicht deinen Gaſt kränkſt du, wenn du jetzt von mir ſcheideſt, ſondern ein Weib, welches, die Liebe im Herzen, zu dir kam.

Auch ihr könntet mich nicht lieben und nicht ehren,

wenn ich treulos handelte gegen meine Freunde. Freytag, Die Ahnen. III. 26