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und herzlich war ihr Lachen, daß auch er nicht ganz ernſt⸗ haft blieb.„Wir ſind Beide kindiſch, daß wir in der erſten Stunde des Widerſehens vom Kaiſer und von den Vätern reden ſtatt von uns Beiden.„Ivo, geliebter Mann, ahnſt du nicht, was ich dir bringe? Es iſt die Erfüllung des Verſprechens, das wir als Frau und Ritter einander gaben, ſieh her.“ Sie öffnete die Thür des kleinen Gemaches, in welchem die ſtumme Dienerin geſchäftig geweſen war; über das Lager, welches ſonſt dem Haus⸗ herrn diente, war ein großer Hermelinmantel gebreitet und dabei lag die Speerbeute des Mairittes, die wal⸗ lende Kappe, welche aus Wappenzeichen zuſammengenäht war. Hedwig warf die Kappe um ihre Schulter.„So komme ich zu dir, mein Ritter, wie ich dir verhieß, Gabe um Gabe, du gewannſt mir den Mantel, ich bringe dir die Frau.“ Sie warf ſich in ſeine Arme und drückte ihn feſt an ſich. Die heißen Küſſe des Mannes ſchloſſen ihr den Mund.
Ivo hörte nicht den Hufſchlag des Pferdes und nicht die Menſchenſtimme, welche ihn aus der Ferne ängſtlich rief. Gleich darauf lärmte es im Hauſe und pochte wild an die Thür und der Schüler rief:„Zu Hilfe, Herr Jvo.“
Als Jvo öffnete, ſtand Nicolaus ganz außer ſich mit ſchlotternden Gliedern vor ihm:„Friderun und ihr Vater ſind gebunden, der Teufel Dorſo führt ſie wegen Ketzerei nach Erfurt. Rettet ſie,“ ſchrie er, die Hände ringend,„ſie werden zum Holzſtoß getrieben.“
Jvo ſtarrte wie einer, der aus dem Traume er⸗


