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an ihrer Seite Reichthum und Glanz des Kaiſerhofes,
Herrſchaft und Kriegsruhm. Er athmete tief, als er
wie im Scherz antwortete:„Wir loben den Heldenmuth des Mannes nicht, der ſich durch ein Weib aus der Be⸗ drängniß retten läßt. Iſt die Mitgift der Hausfrau zu groß und die Morgengabe des Gatten zu gering, wie kann der Wirth die Herrſchaft im Hauſe bewahren.“
„Denke ſtolzer von dir, Ivo; du ſelbſt rühmteſt einſt in meiner Gegenwart gegen den Landgrafen die Hoheit deiner Ahnen. Wiſſe Held, dies Geſchlecht der Land⸗ grafen iſt dem Kaiſer verleidet, und wenig Gutes er⸗ wartet er in Zukunft von ihm, vielleicht iſt der Tag nicht fern, wo er ſogar gegen ſie rüſtet. Wer ihm das Heer führt und die ſtolzen Häupter dieſer Herren wirft, der mag ſelbſt in ihrem Stuhle niederſitzen.“ Das ſprach ſie in tiefem Ernſte, Ivo wußte recht wohl, daß es nicht eitle Worte waren, und in ſeinem Auge blitzte der alte Stolz ſeines Hauſes. Doch während Hedwig ſich über die Gluth freute, die ſie in ihm entzündet hatte, fühlte ſie den feſten Druck ſeiner Hand und vernahm die traurigen Worte:„Lade nicht die Gewaltigen der Welt zu Bundesgenoſſen unſeres Glückes. Aus Herrſch⸗
ſucht und Ehrgeiz darf ich dein Gemahl nicht werden,
von ſolchem Elend haſt du zur Genüge gekoſtet. Nur wenn wir Beide uns im Herzen vertrauen, und wenn du in treuer Liebe zu mir ſtehen kannſt, wie es mir auch in meinem Leben gelinge, nur dann ſollſt du dich zu mir neigen wie einſt. Rühmte der Kaiſer gegen dich meine Treue, ſo ſage ich dir, ich ehre in Demuth den


