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den. Der Donner dröhnte, da wecktet ihr mich. Gern wüßte ich, was der Traum bedeutet.“
„Saht ihr Flammen im Traume, ſo mag er euch eine gute Neuigkeit verkünden,“ antwortete Henner ernſt⸗ haft.„Dem Andern aber, der abgewandt von euch ſaß, weiſſagt er Uebles. Steht auf Herr, denn auch drau⸗ ßen hat das Wetter ein Zeichen aus den Wolken ge⸗ ſandt, das euer Geſchlecht angeht.“
Als der Morgen kam, ſahen die im Hofe ringsum den Schaden der Sturmnacht: geworfene Baumſtämme, niedergelegte Zäune, zerraufte Dächer und am Horizont hier und da aufſteigende Rauchwolken. Noch immer rollte der Donner, der Wind trieb die Wolken in hoher Luft und hinderte den Regen. Jvo ſtieg von dem al⸗ ten Thurme herab und winkte dem Schüler:„es brennt in der Richtung von Friemar, wirf dich auf den Gaul, frage, wie es um den Hof des Alten ſteht.“ Nicolaus ſattelte willig ſein Rößlein und trabte aus dem Hofe, während ſein Schülermantel wie ein ſchwarzes Segel über den Kopf flog.
Die Sonne ſtieg höher, es ſauſte und pfiff in der Luft und Jedem war, als ſei das ungeheure Wet⸗ ter nicht zu Ende; da klang der Hornruf des Thürmers, welcher das Nahen Bewaffneter anzeigte. Gleich darauf jagten fremde Reiter heran und Lutz, der über dem Thore ſtand, erkannte mit Staunen die Turbane und Rüſtun⸗ gen mauriſcher Leibwachen. Er rief, alter Genoſſenſchaft eingedenk, den Ungläubigen von der Zinne arabiſchen Gruß entgegen und empfing die Botſchaft eines reich⸗


