drückten Weiſe, die dem dreiſten ſonſt fremd geweſen
war, bis er nach den erſten Reden vor den Hausherrn trat und frug:„Soll zwiſchen uns Beiden auch ferner gelten, was wir einſt wegen meiner Wahrhaftigkeit be⸗ ſprochen haben?“ und als Ivo antwortete:„es ſoll,“ da begann Nicolaus die Erzählung von ſeinem Abenteuer in dem Hauſe der Frau Hedwig und ſchloß:„pielleicht wäre ich in der rauhen Nacht lieber wo anders einge⸗ kehrt als bei euch, aber heut erfuhr ich, was mir aller⸗ lei Gedanken macht und wohl auch euch. Jener grobe Mann iſt ſtill geworden, und das Eiſen, welches er da⸗ mals mir gegen die Kehle zückte, hat er mit beſſerem Recht gegen ſich ſelbſt gebraucht. Ein Kaufmann, der von Frankfurt über den Main kam, erzählte die neue Mähr. Man fand den Unhöflichen in dem Flur ſeines Hauſes auf den Steinen und ein Meſſer in ſeiner Bruſt, und als die Leute näher zuſahen, war es ſeine eigene Waffe. Doch vernahm der Kaufmann auch Wunder⸗ liches von dem Meſſer, denn der Tote ſoll es ſeit Jahren vermißt haben, und man ſagt, kurz vor ſeinem Ende ſei ihm ein Geiſt erſchienen, habe ihm das Meſſer zurück⸗ gebracht und ſein bevorſtehendes Ende angezeigt.“
Jvo ſank ſchweigend auf ſeinen Sitz und Nicolaus fuhr ihm gegenüber ſchadenfroh fort:„Wer jetzt eine ritterliche Weiſe in dem Hauſe ſingt, wird den Weg zur Herrin von Riemen und Eiſen frei finden.“
„Er iſt geſchwunden und die Herrin iſt frei,“ hallte es in Ivo's Seele nach, er ſtand auf und verließ das Zimmer.
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