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gäule in den Ställen. Oft trauerte Henner über dieſe Veränderung und er wunderte ſich, daß ſein Herr unter allem Widerwärtigen die heitere Faſſung nicht verlor. Gleich am erſten Tage, nachdem der Hof von den Frem⸗ den geſäubert war, hatte er ihn in die Kammer geführt, wo der gute Godwin geſtorben war: er hielt auf die⸗ ſer Erde aus, bis ich in den Hof kam ihm die Augen zuzudrücken, und er ſtarb als Ritter und Chriſt mit einem Segenswunſch für ſeinen Herrn.“ Da legte Ivo die Hand auf die Stelle, wo das Haupt des Alten ge⸗ ruht hatte und ſprach:„Ich gedenke deiner Worte, Va⸗ ter, jetzt iſt die Zeit gekommen, wo ich als ein ſpar⸗ ſamer Herr um das Meine zu ſorgen habe, und ich ver⸗ ſpreche dir, muß ich Buße zahlen für das ſorgloſe Treiben meiner Jugend, ſo ſoll Niemand meine Trauer darüber er⸗ kennen. Ich ſorge, Marſchalk, wir werden fortan nicht um das Lächeln der Herrin unter dem Schilde reiten, und auch Nicolaus wird ſchwerlich Verſe ſchreiben, ſondern grobe lateiniſche Urkunden. Wo weilt der Schüler?“ Er ver⸗ nahm, daß Nicolaus ſeit Godwins Tode den Hof ver⸗ laſſen hatte und unſtät in der Gegend umherzog. Un⸗ geduldig erwartete Ivo das Eintreffen des Wandervogels. Aber Nicolaus beeilte ſich nicht, in das alte Neſt zurück⸗ zukehren auch nachdem er vernommen hatte, daß ſein früherer Liedergeſell daheim ſei. Erſt an einem kalten Abend, als Jvo allein bei der knatternden Flamme des Kamines ſaß, vernahm er draußen die wohlbekannte Stimme, welche durch ein Lied Einlaß begehrte. Sei⸗ nem warmen Gruß antwortete Nicolaus in einer ge⸗
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