rück,“ rief Henner,„oder bei St. Georg, euer edler Ge⸗ b noſſe zahlt zuerſt für den Schaden.“„Weicht, ihr Her⸗ V ren,“ rief auch Jvo,„daß ich mit dem Grafen friedlich verhandle; ihr aber, Marſchalk, geleitet ihn höflich an
den Thurm. Haltet hier Wache, ihr Treuen, und laßt Niemand hinüber.“ Lutz ſprang vor, und während die bei⸗ den Dienſtmannen jenſeit der Brücke gegen den unſchlüſſi⸗ gen und ſchreienden Haufen Wache hielten, ergriff Ivo den beſtürzten Oheim bei der Hand und führte ihn in das Thurmgewölbe.„Ich bin im Vortheil, Graf Megin⸗ hard, und es bedarf zwiſchen uns nicht vieler Worte. Ungern übe ich gegen einen Verwandten Gewalt; ihr ſelbſt tragt Schuld, wenn ihr in dieſem Thurme, den euer Ahn gebaut, als Gefangener bleiben müßt. Denn. nicht lebend verlaßt ihr dieſe Mauern, wenn ihr nicht l herausgebt von Hufen und Habe, was ihr als zuge⸗ fallene Erbſchaft in Beſitz nahmt. Ihr ſchaltet vor Fremden den leichten Sinn, mit dem ich ſonſt dahin lebte, ihr zuerſt ſollt erkennen, daß ich aus der Fremde zu⸗ rückkehre ſcharf und hart, um mein Recht zu behaupten.“ Der Graf blickte in dem düſtern Raume umher und erkannte in dem Geſicht ſeines Neffen eine finſtere Ent⸗ ſchloſſenheit, darum verſetzte er:„Ihr ſprecht mit gutem Grunde, daß es zwiſchen uns nicht vieler Worte bedarf; und gern erſpare ich euch die Unehre, daß ihr euren Blutsverwandten im Kerker haltet. Schafft einen Schrei⸗ ber und gute Männer von beiden Seiten, welche ver⸗ mitteln und zeugen, ich bin bereit, mich dem Vortheil zu fügen, den ihr über mich erlangt habt. Jedoch merkt,


