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„Zum letzten Mal will ich euch mahnen, Mar⸗ ſchalk,“ rief Graf Meginhard,„wie ein Toller gebehrdet ihr euch; wir aber ſind nicht hergekommen, um Mährchen zu hören, bei uns werden die Toten nicht lebendig und eure Sommerritte mit dem leichtgeherzten Fant haben ein Ende. Im Namen des Landgrafen fordere ich, daß ihr euch ergebt, oder ihr und die Thoren, welche euch folgen, büßen mit ihrem Leibe für den Ungehorſam gegen euren Herrn.“
Henner aber rief zurück:„Nicht als Herr des Gutes kommt ihr, Graf Meginhard, mit euxen Kumpanen, ſon⸗ dern als ein raubluſtiger Einbrecher, und wie Räuber will ich euch empfangen. Wer Miene macht, herüber zu dringen, den nagelt mein Pfeil an den Boden.“
„Macht ein Ende,“ ſchrie der Rettbacher den Knech⸗ ten zu,„ſchlagt Balken aus den Dächern und legt ſie über den Graben, damit wir dem Schreier ſeinen Mund ſtopfen.“„Macht ein Ende,“ ſchrie auch Herr Konz, „Balken her.“
„Kommt nur herüber, Wilhelm,“ entgegnete Henner zornig,„ihr findet im Thurme die vier Pferde, die euch vor Jahren entgingen, und eine Halfter, mit der wir euch am Halſe ſchnüren.“
Da rief eine helle Stimme über den Haufen: „Was ſucht ihr Herren in meinem Hofe? Ich grüße euch, Oheim, vor dem Thurm unſerer Väter.“ Durch die Beſtürzten, welche nach allen Seiten zurückwichen, ritt Ivo mit ſeinem Begleiter an den Graben und ſtellte ſich gegen ſie auf, Lutz ſprang vom Pferde und das


