Teil eines Werkes 
3. Abtheilung (1874) Die Brüder vom deutschen Hause / von Gustav Freitag
Entstehung
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war ein untadeliges Rennen, ehrenvo auch der Landgraf freute ſich und wu als Ivo abſtieg und vom Herrn Walte kam, da trat er ihm freundlich entgegen. „Dein Hauswirth ſpricht lange mitt begann Frau Hedwig zu Elſe und ſah mi Augen neugierig auf die Schaar der Män ſteht, wie ich ſehe, in ſtolzer Haltung.“

Leute rühmen ihn als einen freudigen Helden,“ a tete Frau Elſe und leiſer ſetzte ſie hinzu,„er dient ein Herrin in Zucht und Ehre, doch wunderlich dünkt es Allen, daß Niemand errathen kann, wer ſie iſt.“

„Geheimer Dienſt iſt nur halber Dienſt,“ verſetzte Hedwig lachend,„wenn wir einem Ritter erlauben uns zu dienen, ſo ziehen wir mit der einen Hand den Schleier über unſere Neigung, mit der andern lüften wir den Zipfel, denn eines Helden Huldigung mehret auch uns die Ehre.“

„Sicher bringt ſein Dienſt Ehre,“ fuhr Elſe fort, „denn für den ſtärkſten Speerkämpfer gilt er im Lande und iſt voran bei jeder rühmlichen That. Sieh dort die bunten Bilder auf dem Gewande der Herren in Farben gemalt und geſtickt. Wenn Herr Jvo Jedem, den er im Speerkampfe beſiegt, nur ein Bild aus dem Ge⸗ wande ſchneiden ließe, er könnte ſeiner Herrin einen weiten Mantel machen laſſen, der ſie vom Kopf bis zu den Füßen bedeckte.“

„Wahrlich,“ rief Hedwig ſpottend,„wenn ſeine Her⸗