Teil eines Werkes 
3. Abtheilung (1874) Die Brüder vom deutschen Hause / von Gustav Freitag
Entstehung
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me mit fremdländiſcher Betonung. ungem weißem Gewande, die nach dem Südens Haupt und Hals mit dichtem wunden trug, trat zum Landgrafen und nach dem Wege, auf welchem die Rei⸗

hehe, was euch gefällt, Baſe Hedwig,“ tetehder Landgraf wieder in guter Laune, ‚wiſſet,

Held, welcher meinen Wein begehrt, iſt mit Dienſtmannen im ganzen Lande wohlbekannt, weil hhelos ſein Roß auf der Rennbahn treibt.“ Herr Walter hatte unterdeß den Speerruf nach dem Hofe geſendet; von dort erklang ein vielſtimmiges„Urra wurra!“ als Antwort, die Knechte liefen zu den Roſ⸗ ſen, die Ritter ſchnallten an ihrem Harniſch und ſchrieen nach den Speeren. Gleich darauf ſprengte eine kleine Schaar, geführt von Rudolph Schenk, dem Sohne des alten Walter, grüßend vor dem Landgrafen und den Frauen in den Grund, der zu dem Rennen geeignet war. Herr Rudolph ritt voraus, tauſchte mit den Fremden die übliche Begrüßung und beſprach in der Eile mit Hen⸗ ner Marſchalk das Rennen, ſechs Kämpfer von beiden Seiten und jedem zwei Speere.

Auf der andern Seite des Kampfplatzes hielt Ivo mit ſeinem Gefolge, während die Bewaffneten in ſcharfem An⸗ lauf mit den Speeren gegeneinander ritten, zuerſt Herr Henner und Herr Rudolph, nach ihnen die übrigen ein⸗ zeln, dann ſechs gegen ſechs. Die Roſſe ſchnoben, die Speere krachten und die Reiter erwieſen ihre Kunſt, es