Teil eines Werkes 
3. Abtheilung (1874) Die Brüder vom deutschen Hause / von Gustav Freitag
Entstehung
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Hof gekommen ſei, um ihre Baſe, die eſſuchen, ſondern auch um dem Landgra⸗ ſchaft des Kaiſers zu überbringen.

var im Hofhalt nichts von den Sorgen und Reich zu merken, der Landgraf war efolge von der Kreuzburg nach Gotha ge⸗ ter vor der Stadt einen ſchönen Meierhof dort nach alter Gewohnheit den Mai zu be⸗

Bei dem einſamen Hofe drängte ſich ein zahlreiches Gefolge, geſchmückte Frauen, edle Herren im Feſtkleid, Ritter im Kettenhemd und Troß der Diener. Die Roſſe, welche in den Ställen nicht Unterkunft fanden, ſtampften in langer Reihe an den Pfählen eines Ge⸗ heges; auf dem Küchenheerde loderte das Feuer und die Köche bereiteten Speiſen, welche ein geduldiges Eſel⸗ paar im Rüſtwagen herangeführt hatte. Rudolph der Schenk ließ die Fäſſer mit Wein und ſtarkem Bier an⸗ zapfen und zählte den Knaben, welche bei der Tafel aufwarten ſollten, die Silberbecher zu. Aus der klei⸗ nen Stadt Gotha liefen die Leute ſchauluſtig herbei und ſtellten ſich in ehrfurchtsvoller Entfernung auf. ☛ Sie wieſen einander die berühmten Mannen ihrer Herr⸗ ſchaft und die vornehmen Gäſte, zumeiſt aber ſtaunten ſie über ſchwarzbraune Männer im Turban, mit blitzen⸗ den Augen und mit Krummſchwertern, welche zum Ge⸗ folge der fremden Gräfin gehörten.

Unterdeß führte der Landgraf die Frauen aus dem

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