Teil eines Werkes 
3. Abtheilung (1874) Die Brüder vom deutschen Hause / von Gustav Freitag
Entstehung
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ind halte, der will heut mit Wirf, liebes Berthel, wir wüchſige Mädchen aus ſeiner hierher, Gevatterlein, bat auch welche noch gern mit den jüngſten Der ſchmucke Geſell ſtand vor der Reihe Männer, hob neckend den großen Ball und neigte ſiche

fängt, den ich in mei mir im Reigen ſpr fangen, ſchrien eine

ber die gehobenen Arme und die Geſichter, in Himmel ſtarrten; endlich ſchleuderte er ge⸗ Magd zu, die er am liebſten hatte; dieſe fing Kährend er jauchzte, trat ſie vor und warf den Ball in die Höhe, zum Zeichen, daß ihr nichts mehr da⸗ iege, wer von den Männern ihn erhalte. Dennoch ing ihn befliſſen ein anderer Dorfknabe. So ging das Spiel weiter, lauter wurde das Lachen und ſchneller die Bewegungen. Wenn der Ball einmal auf den Boden ſank und in Sprüngen dahinhüpfte, liefen Frauen und Männer, ſo ſchnell ſie vermochten, ihm nach, denn es war Ehre für jede Partei, ihn der andern abzugewinnen. Als er einmal ſo auf dem Boden rollte, ſprang Friderun Allen vor, und ihn vor der Reihe ſchwingend ſang ſie: Ich ſtehe auf der Brücke und harre auf einen Tanz, ich bin ein tapfer Mägdlein, und behüte meinen Kranz. Und ſie warf den Ball mit einer Kraft, um die ſie Mancher beneidete, ſo weit, daß Niemand ihn erreichen konnte, denn er ſprang abwärts über den Graben auf den ſtaubigen Weg. Dennoch blieb er nicht ohne Bewerber. Auf der Landſtraße waren Reiter herange⸗