Teil eines Werkes 
3. Abtheilung (1874) Die Brüder vom deutschen Hause / von Gustav Freitag
Entstehung
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mahl ſaßen, nach der genoß als in der Herrenſtub Biſſen erlangt hatte, holte Stall und ritt allein auf die 2 ſelben Weg, welchen Herr Ivo trabte luſtig dahin, ſummte und ang bald lateiniſch, bald deutſch und verzog das Geſicht bher die Worte des eigenen Liedes. Dann ſah er wieder dem Stand der Sonne und trieb ſeinen G lerem Lauf. So kam er in die Nähe des Dorfes Frie⸗ mar, wo Herr Jvo nach alter Gewohnheit tu raſten pflegte, ſo oft er gen Weſten zog. Der Schuͤlle bog ab von der Dorfſtraße, und ritt nach einem welches in der Niederung dicht am Dorfanger la ſtieg er ab, band ſein Thier in dem Dichicht feſt, eilte an den Rand des Gehölzes, wo er den Anger und das Dorfthor überſah. Nicht lange und er ver⸗ nahm vom Dorfe her den Klang einer Sackpfeife und bald darauf die laute Stimme, mit welcher Berthold, der Vortänzer, durch die Gaſſen ſang:Aus der Stube, ihr ſtolzen Kinder, zieht euer beſtes Gewand an. Ur⸗ laub nahm der Winter von der Haide, zum Reigen ladet euch der Mai. In der Gaſſe rührte ſich's, und die Dorfleute kamen durch das Thor auf den Anger, je zwei, die einander die liebſten Geſpielen waren, oder in kleinen Haufen; viele Mädchen mit ihren Müttern, welche den Reigentanz nicht weniger begehrten als die Töchter. Auf dem Anger ſtanden ſie nach Würden geſondert, die Frauen erkennbar an dem Hut oder Tuch, womit ſie

Rößlein aus dem ſtraße hinaus, den⸗ nſchlagen wollte. Er