Richter in die Hände zu ge denke ich anders, Herr; ihr
ſelbſt, daß dieſer werkt. „Ja,“ rief Ivo ſtolz,„weng ich in die Schlacht reite für meinen Ruhm und mein nich aber, wenn ich für einen Gierigen, den ich e brauche, Seele und Leib daran ſetze. iun euch, Vater, auch ich habe wilde Stunde denen ich Fehde und Krieg erſehnte, und icht Gedanken meine Ahnen verklagt, daß ſie dies der Ludwige zu übermüthigen Landesherren herau ließen. Jetzt aber ſehe ich die Welt froh im; Alle preiſen den jungen Landgrafen als einen Herrn; weiß nicht, ob ich ein beſſerer wäre. Da hab auch ich mir gewählt, was für mich übrig bleibt und was mir Ehre giebt im Lande. Ich mühe mich redlich zu ſein, wie meine Väter, und mild gegen Jedermann. Geringere Freude macht mir der Goldſchmuck, den ich in der Truhe berge, als das Lachen und der herzliche Gruß der Kleinen, wenn ich das Gold in höflicher Weiſe aus⸗ theile. Der Gewaltigſte vermag ich nicht zu ſein zwiſchen Saale und Werra, ſie ſollen von mir ſagen, daß ich der adligſte bin. Darum haltet die Truhen geöffnet, denn wenig liegt mir, ſo lange der Sommer lacht, an Spa⸗ ren und Knauſern. Und wißt, mein Vater, wenn ich zum Landgrafen ziehe, um mir den Feſttrunk zu holen, ſo thue ich das gerade heut in heimlicher Freude. Da⸗


