Teil eines Werkes 
3. Abtheilung (1874) Die Brüder vom deutschen Hause / von Gustav Freitag
Entstehung
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Alte.‚Doch euer edler

iente im Heere des gro⸗ ßen Kaiſers und brachte

ſe Beute heim.

welſchen Meere und der Knabe in ſeinem Namen über das bisher wenig gethan, wofür ein ziehen könnte. Nein, mein Vater, fremder Begehrlichkeit zu dienen; § Geſinde eines Fürſten, und ſei er Harniſch zu reiten, damit ſeine Herr⸗

weit von hier ſitzt er Heinrich, der als Reich walten ſoll, Edler freudig ins Fel ich bin zu ſtolz, ich vermag

ch als Diener die Knöchlein benage, die der Fuchs übrig läßt. Und ganz unwürdig dünkt eigene Fauſt Beute zu gewinnen, wie wohl heim auf der Mühlburg und mancher andere Edle Werdet Ihr, Herr Godwin, mich loben, wenn die Erfurter ihrer Ballen beraube oder den Bauern Roſſe und Rinder bei Nacht davon treibe?

In ehrlicher Fehde einen Waarenballen gewinnen, verſetzte der Kämmerer mit einem ſehnſüchtigen Blicke nach der Gegend von Erfurt,iſt nicht ſo übel, Herr; man weiß nicht, was darin iſt, das Aufſchneiden hat ſchon Manchen gefreut, freilich auch geärgert, wenn er Sackleinwand fand. Und was ein gutes Pferd auf fremder Weide betrifft, ſo wird kein bedächtiger Mann leugnen, daß der Raub ein Unrecht iſt; doch freilich kommt es manchem friſchen Knaben hart an, daran vor⸗ über zu traben. Denn das Roß gehört zum Reiter und man ſagt, daß auch die Pferde denſelben Stolz haben.

r werde und er ſein Haupt höher hebe,