Teil eines Werkes 
3. Abtheilung (1874) Die Brüder vom deutschen Hause / von Gustav Freitag
Entstehung
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und ein ehrliche T Aber der

Nicolaus war eir runden röthliche

lin in mittleren Jahren mit einem ; Naſe und Mund waren etwas

röthet um hübſch zu ſein, aber zwei anden darüber, deren Brauen ſich ſchräg inunter ſchwangen. Er trug das Haar veiſe kurz geſchnitten, ſein Schülermantel dunklem Stoff aber von ſorgfältiger Arbeit, hatte ihn ſelbſtgefällig zurückgeſchlagen, damit man höne blaue Futter ſehe, an ſeinem Gürtel hing ein er in ſilberner Scheide und eine Kapſel, welche das ntenhorn und die Rohrfedern enthielt.»Benedicta sit sodalitas,« begann der Eintretende mit leichter Ver⸗ neigung,ich grüße die edle Companei, gefällt den Herren ein Frühtrunk, ſo ſei mir die Ehre gewährt ihn einzu⸗ ſchenken. Ohne ſich an das feierliche Ausſehen des Marſchalks zu kehren, welcher ſteif auf ſeinem Stuhle ſaß, ſetzte er die Kanne auf den Tiſch, holte vom Holz⸗ geſims drei zinnerne Becher, rückte ſich einen Schemel, goß ein und ſchob die gefüllten Becher den Rittern zu, indem er mit der Miene eines Wirthes einlud:Wohl bekomme den Herren der Trunk. Es iſt Würzwein, Herr Marſchalk, und ich ſelbſt habe ihn gebraut, darum mögt ihr ihn für gut halten. Denn dieſe Kunſt lehrte mich eine Herzogin in Ungarland, die deßhalb unter Chriſten und Heiden berühmt iſt.