ſetzen ließ. Es war, wie p. meinen Leib ein ſchwerer all, aber es half, denn ſeit der Zeit hat er ſeinen d öwenmuth. Dabei merkt, jun⸗ ger Herr, daß auch ei ine Ehre des Dienenden iſt, den Herrn ſtark zu machen, wo es ihm fehlt.“
Der junge Ritter ergriff achtungsvoll die Hand des Aelteren:„Lieber Herr und Vater, es iſt ein heimlicher Streit in unſerer Companei und oft wird darüber ge⸗ redet, wer jetzt der Stärkere im Anritt iſt, ob unſer Herr oder ihr, denn ſelten fordert euch Herr Ivo auf gegen ihn zu reiten, und dann ſcheint es immer ein gleicher Kampf.“
Herr Veten zog ſein Geſicht in Falten und ſah vor ſich nieder. Als er endlich zum Jüngling außblickte,
zuu dir denken kannſt, für
gläßtzten die grauen Augen in guter Laune.„Es bleibt am beſten unentſchieden, auch du unterfange dich nicht
darüber zu reden und zu grübeln. Denn manche Dinge giebt es, die ein höfiſcher Mann ſich ſelbſt und Anderen bergen muß, wenn er die Treue bewahren will.“
„Ich weiß,“ verſetzte der Andere leiſe,„keiner von uns wagt zu fragen, wohin unſer Herr reitet, wenn er zuweilen allein ſeinen Hof verläßt, ohne Gefolge, ja ſo⸗ gar ohne ſeinen Knaben. Obgleich Alle ſich verwunder⸗ ten, als er neulich zurückkam mit durchnäßtem Gewande wie ein armer Mann, der zu Fuß durch tiefe Pfützen gewatet iſt.“
Der Alte ſah finſter auf ſeinen Schüler.„Ich er⸗ ſuche euch, Herr Lutz, angenehm zu reden und ſtatt


