Teil eines Werkes 
3. Abtheilung (1874) Die Brüder vom deutschen Hause / von Gustav Freitag
Entstehung
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ſein Hofgeſinde tragen zur Ehre unſeres Herrn peer begrüßen, wenn ſie begehren. Sollte jedoch en, ſich in unſer Spiel dir nicht mit unſerm mit leichten Spee⸗ Denn der Land⸗ arken Stößen,

einem Herrenbeſuch; wir Helm und Eiſenhemd, dar die Landgräflichen mit der ein ritterliches Rennen von u der Landgraf ſelbſt Luſt gewin zu miſchen, ſo denkt daran, Kernholz gegen ihn rennen, ſor ren, die bei ſanftem Stoß zerſplitt graf iſt zwar ein tapferer Herr, aber wie ſie auf unſerm Hofe geübt werden /mit im Sattel ſchwanken. Uns aber wäre der ſtäubt, wenn wir den Stolzen vor ſeinem den Staub legten. Gegen erlauchte Herren geziemende Nachſicht üben. Sie lohnen es wier ihre Gnade, wenn man ſie nicht merken läßt, wenig vermögen. 4

Nun, Marſchalk, verſetzte der Jüngere,bei un⸗ ſerm Herrn trifft eure Rede nicht zu.

Bei unſerem, rief Herr Henner ſich aufrichtend, ‚das iſt ein ganz anderes Ding. Habe ich ihn nicht ſelbſt auf der Rennbahn unterrichtet ſeit dem Jahre, wo er ſeinen kleinen Kinderſpieß zuerſt auf das Rüſteiſen legte. Und doch, Lutz, er iſt auch nicht zum ſtärkſten Speerbrecher des Landes geworden, ohne daß ich ihm etwas nachgegeben habe, Denn als ich merkte, daß ihm noch Eines zu vollkommenem Vertrauen fehlte, nämlich daß er mich, ſeinen Lehrer, nicht in den Sand zu rennen vermochte, da kann es wohl ſein, daß ich mich einige⸗ mal mit gutem Willen hinter das Roß auf den Grund