Teil eines Werkes 
4. Bd. (1875)
Entstehung
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Bin ein ſentimentaler Kerl, nicht wahr? Nichts für ungut! Werde draußen ein paar Flaſchen den Hals brechen. Jeder ſtirbt nur einmal, das iſt der Humor und der Troſt dabei.

Unten im Hofe, inmitten der Hunderte, war er wieder der alte, geſchwätzige, durchgreifende Schmettow. Er brachte Bruno, der vor der Fülle der an ihn ge⸗ ſtellten Geſuche und Bitten, bei den ſich durchkreuzen⸗ den Fragen und Wünſchen kaum noch Stand zu halten vermochte, die werthvollſte Hülfe. Gegen Mitternacht hatte man für alle Nahrung und Obdach geſchafft.

Am nächſten Tage traf das herzogliche Paar, welchem Adele noch in der Nacht durch einen reiten⸗ den Boten einen ausführlichen Bericht über das un⸗ glückliche Ereigniß geſendet, ein. Unter den Vielen, die Neugier oder Theilnahme herbeigelockt, befand ſich auch Benno. So vereinigte ſich Alles, um Bruno vor einem Rückfall in ſeine gramvolle Grübelei und Ver⸗ ſtimmung zu bewahren. Nicht nur eine zärtliche Liebe, die ſich mit ſeinen theuerſten Jugenderinnerungen ver⸗ knüpfte, und eine treue Freundſchaft, die doch, wie ſehr er es auch verkannt hatte, auf einer Gemeinſam⸗ keit der Lebensanſchauungen beruhte, führten ihn mit ſanfter Hand aus dem finſtern Labyrinth, auch an ſeine Thätigkeit und uneigennützige Hingabe ſtellte die