194 traurigſten und doch unumgänglichen Geſchäften in Anſpruch genommen.*
Auf einer Bahre, die Bruno, nach der Wieſe eilend, von den dort noch um die Brandſtätte Verſammelten
zuſammenſchlagen ließ, ward die Leiche in das Schloß getragen. Mit dem leichten Sommertuch Clara's hatte Schmettow das entſtellte Antlitz der Geliebten verhüllt.
„Sollen keine Gloſſen über ſie machen“, murmelte er in ſich hinein.
Unwillkürlich, ohne Zuthun geſtaltete ſich das Ganze zu einem feierlichen Leichenzuge. Aufgeregt, wie ſie war, aus den gewohnten Verhältniſſen und der ruhigen Behaglichkeit durch die Ereigniſſe des Tages geſchreckt, folgte die Menge der Bahre.
Unter den Trägern waren Fritz und Ruprecht. Voran ſchritt Timotheus und ſang halblaut die Verſe alter Kirchenlieder vor ſich hin. Paarweiſe, im leiſen Geflüſter gingen die andern, im Abenddunkel ein unabſehbarer Zug, deſſen Spitze wie deſſen Ende ſich zugleich in dem Grau der Dämmerung verloren. Eine arnſte, feierliche Stimmung beherrſchte alle und bändigte jeden heftigeren Ausbruch der Klage.
Oben im Schloſſe fand ſich andere Arbeit und andere Noth. Der Bürgermeiſter und der Pfarrer hat⸗ ten ſich hinaufbegeben, um Bruno's Hülfe und Rath
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