„Und wäre er durch die andere Heirath glücklich geworden?“
„Wird der Mann nicht glücklich, der die Geliebte heimführt?“
„Ja!“ rief er, einen Augenblick vergeſſend, daß nicht von ihm, ſondern von Bruno die Rede ſei. Im nächſten Augenblick hatte er ſich jedoch wieder beſonnen und das Problematiſche jeder Ehe warf ſeinen Schat⸗ ten über ihn.
„Das heißt in der Dichtung“, ſetzte er bedächtig hinzu und entfernte mit ſeinem Spazierſtöckchen ein paar Kieſel aus dem Pfade.„Wie unbedeutend ſind dieſe Steine und wie Viele könnten doch darüber ſtol⸗ pern! Wenn eine ſorgſame Hand nicht ſchnell und geſchickt aus dem Wege der Ehe die Kieſel beiſeite ſchiebt, gibt es auch da Unfall und Sturz.“
„Das thut die Liebe—“
„Ach, die Liebe iſt blind. Immer zu ſpät erkennt ſie die Klippe, an der ſie ſcheitern ſollte.“
So redend hatten ſie ſich dem Ausgange des Parkes nach der Seite der Stadt zu genähert, wo als letztes der Häuſer, durch einen Gitterzaun und eine lebendige Hecke von der Fahrſtraße getrennt, das freundliche einſtöckige Haus des Hofgärtners ſich erhob.


